LKW-Unfälle - Verkehrswacht Munster-Bispingen e.V.

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LKW-Unfälle

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Aktion LKW-Unfälle vermeiden

Schwere Verkehrsunfälle mit Lastkraftwagen  auf den Autobahnen beschäftigt auch die Verkehrswacht Munster-Bispingen. Der Verein hat eine landesweite Kampagne für Lkw-Fahrer zu den Themen Reaktion, Abstand, Ablenkung und Müdigkeit aufgegriffen. Unerwartet fand die Ortsverkehrswacht Unterstützung bei einer internationalen Spedition, während die Umsetzung im Heidekreis negativ ausfiel.
Im Rahmen eines Aktionstags des Niedersächsischen Verkehrs- und Innenministeriums, der Landesverkehrswacht Niedersachsen, des Gewerbeverbands Verkehrsgewerbe Niedersachsen und des Fahrlehrerverbands Niedersachsen Anfang September des vergangenen Jahres konnten sich Lkw-Fahrer von den Verkehrsexperten an der Raststätte Auetal über die dramatische Unfallsituation auf der A 2 informieren.
Um die Unfallzahlen zu senken, rief die Landesverkehrswacht die Fahrer dazu auf, Großaufkleber auf Deutsch, Englisch und Polnisch, die auf den Mindestabstand zwischen zwei Lkw aufmerksam machen, auf ihren Lastzügen anzubringen. Die Ortsverkehrswacht Munster-Bispingen versuchte auch in ihrem Zuständigkeitsbereich die Kampagne umzusetzen und bat ortsansässige Speditionen um deren freiwilliges Mitwirken. Der Verein bot an in ausreichender Zahl Aufkleber kostenlos den Firmen zu überstellen.  „Unsere Bemühungen verliefen leider fast völlig ergebnislos, lediglich eine Spedition in Munster bekundete zunächst ihr Interesse“, so der Vereinsvorsitzende Bodo Rockmann. Mehr Erfolg hatte indes Vorstandsmitglied Rolf Anders, der mit einem Kraftfahrer der internationalen Spedition Auto-Siegl befreundet ist. Anders informierte den Munsteraner Berufskraftfahrer Arne Bösel über die Aktion. Dieser informierte seinen Chef im bayrischen Unterdolling. Dort hat die Firma, welche sich  für den Transport von Pkw spezialisiert  hat, ihren Sitz. Der Firmenchef zeigte sich sofort überzeugt von der Kampagne mit den Aufklebern und orderte für seine 120 Lastwagen die international von der Algavenküste bis zum Polarkreis unterwegs sind welche an.
Arne Bösel klebte auf seinen 12 Tonnen-Lkw Anhänger mit EI-Kennzeichen sofort den Aufkleber. „Das ist eine gute Sache, vielleicht hilft es auch nur  einen Unfall zu vermeiden, dann hätten wir schon einen Erfolg“ so der 42-jährige Berufskraftfahrer. Positiv äußerte er sich zu seiner Firma in der er schon zehn Jahre beschäftigt ist, die nicht nur äußerst sozial eingestellt sei, sondern auch die gesetzlichen Bestimmungen einhalten würde und regelmäßige Schulungen anböte. Warum es trotzdem zu so vielen und so schlimmen Lkw-Unfällen kommt, dafür sieht Andre Bösel neben anderen Ursachen auch schwarze Schafe unter seinen Berufskollegen die unter Alkoholeinfluß ihre tonnenschwere Fahrzeuge über die Autobahnen steuern. „Ich hab es öfters gesehen, wenn ich morgens an der Raststätte meinen Kaffee trinke, dann schütten sich andere ihren Wodka oder Korn in die Tasse“. Bösel  wünscht sich mehr Kontrollen, besonders von Fahrern aus osteuropäischen Ländern. Aber auch diese Aktion der Verkehrswacht begrüßt er sehr und kündigte spontan seine Mitgliedschaft in dem Verein an.
Bildunterschrift:  
Berufskraftfahrer Andre Siegl (li.) nach dem Aufbringen des Aufklebers an seinen Lkw-Anhänger mit Rolf Anders von der Verkehrswacht Munster-Bispingen.  
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