Ampelschaltung in Munster - Verkehrswacht Munster-Bispingen e.V.

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Ampelschaltung in Munster

Programme

Neue Lichtzeichenfolge an Fußgängerampel Danziger Straße Höhe Bürgerhaus.
Langjährige Bemühung der Verkehrswacht hatte Erfolg.
Nein sie ist nicht kaputt . Auf den ersten Blick scheint die Ampel der Fußgängersignalanlage in der Danziger Straße in Höhe des Bürgerhauses, unmittelbar zur Einmündung Veestherrnweg, defekt zu sein, sie ist dunkel. Doch das ist die Neuerung an diesem Ort. Es handelt sich in der Tat um eine Dunkelampel, im Behördendeutsch um eine Anforderungssignalanlage. Diese technische Erweiterung wurde auf Antrag der Verkehrswacht Munster-Bispingen anlässlich einer Sitzung der Verkehrskommission im Jahr 2013 nun  umgesetzt. „Wir mussten lange warten und hatten mehrmals bei den entsprechenden Ämtern nachgefragt. Nun endlich ist es geschehen“, so der Vorsitzende des Vereins Bodo Rockmann erleichtert. Dieser hatte bei der Verkehrskommission den Antrag mündlich gestellt. Hintergrund war, dass sehr oft das Rotlicht von Autofahrern missachtet wurde. Rockmann als Polizist, aber auch viele Fußgänger, so wie Mitarbeiter des Postamtes im Bürgerhaus, die durch die großen Fensterscheiben einen freien Blick auf die Ampel haben, stellten die immer wiederkehrenden Verfehlungen der Kraftfahrzeugführer fest. Dabei ist diese Art des Nichtbeachtens von Rotlicht an solchen Ampeln für Rockmann als Verkehrsexperte nichts ungewöhnliches. Auch in anderen Ortschaften kommt es zu diesen Ordnungswidrigkeiten. Der Grund hierfür ist die lange Grünphase für die Autofahrer aus beiden Richtungen, sowohl aus Uelzen als auch aus Richtung Soltau,  wenn sie sich der Ampel nähern. „Autofahrer sehen schon von weitem „ihr Grünlicht“ und beschleunigen oft unbewusst ihre Geschwindigkeit. Sie werden sozusagen vom Grünlicht angelockt“, so Rockmann. Und nähert sich dann ein Fußgänger und betätigt die Ampel, dann wird nochmals auf das Gaspedal getreten und dann reicht die Entfernung einfach nicht aus, es kommt zu Rotlichtverstößen. „Es ist eine Frage der Zeit bis hier ein Fußgänger totgefahren wird“, so eine engagierte Beobachterin aus dem Bürgerhaus zu Rockmann. In der Verkehrskommission wurde sein Vorschlag sofort positiv aufgenommen und an die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden weitergeleitet. Auch von dort kam Zustimmung, jedoch mit der Anmerkung, dass eine kurzfristige Umsetzung nicht möglich sei. In der letzten Woche erschienen dann Techniker vor Ort und ersetzten das entsprechende Relais.
Die Ampel ist nun für Autofahrer zunächst auf dunkel geschaltet. Nähert sich der Fußgänger der Ampel und möchte die Straßenseite wechseln, so erblickt er für sich ein rotes Ampelzeichen. Erst bei Betätigung des Anforderungsknopfes schaltet die Ampel für Autofahrer kurzfristig auf grün und sodann auf gelb und rot. Jetzt erhält der Fußgänger sein grünes Männchen und darf gehen. Anschließend schaltet die Lichtsignalanlage wieder auf Dunkelphase für Autofahrer.
„Ich denke wir konnten hier eine Gefahrenstelle entschärfen. Jedoch sollten Fußgänger vor dem Betreten der Straße zur eigenen Sicherheit immer einmal mehr zu beiden Seiten schauen.“ In diesem Zusammenhang weist Rockmann auf eine zusätzliche Gefahr hin: Immer wieder ist neuerdings zu beobachten, dass Fußgänger, vor allem jüngere Menschen, sich von ihrem Handy oder Smartphone ablenken lassen und fahrlässig  über die Straße schlendern.  

[Bild:  Manuela Schäfer]
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